



Junior Corner
Hier wird es immer wieder interessante News für Kinder und Jugendliche geben
- 
zu Adipositas und anderen Themen !
Fernsehen macht Kinder fett!
von Dr. med. U. Hustedt
Eine neue Studie belegt: Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der
Häufigkeit des Übergewichts und der Dauer des täglichen Fernsehkonsums bei
Kindern.
Eine neue in den USA durchgeführte Untersuchung beweist: viel Fernsehen =
viel Fett.
Laut Studie sind nur etwas über die Hälfte der Kinder zwischen acht und 16
Jahren an fünf oder mehr Tagen in der Woche physisch aktiv, das heißt, sie
bewegen sich längere Zeit oder treiben Sport. Der Rest hockt lieber vor der
Glotze und wird fett.
Die Forscher fanden in ihrer Untersuchung einen direkten Zusammenhang
zwischen Fernsehkonsum und Übergewicht:
- Fernsehkonsum unter einer Stunde pro Tag ging mit einer Häufigkeit des
Übergewichtes bei acht Prozent der Studienteilnehmer einher.
- Fernsehkonsum von zwei Stunden pro Tag steigerte die Häufigkeit des
Übergewichtes auf 10,5 Prozent.
- Fernsehkonsum von drei Stunden pro Tag führte zu einer Häufigkeit von 15
Prozent.
- Fernsehkonsum von vier Stunden täglich steigerte die Häufigkeit des
Übergewichtes auf 18 Prozent.
Mit 18 Prozent war ein Maximalwert erreicht, der auch bei fünf Stunden
Fernsehkonsum nicht mehr weiter anstieg.
Wie bereits andere Untersuchungen zeigten, wird die Grundlage für
Übergewicht bereits im Kindesalter gelegt. Da Trends aus den USA in der Regel
einige Jahren brauchen, bis sie auch in Europa zum Tragen kommen, kann man also
darauf gefasst sein, dass uns bald wahrlich "fette Zeiten" ins Haus
stehen.
Quelle: Crespo CJ et al. (2001) Arch of Pediatr and Adolesc Med 155: 360-365
Kein Stress am Esstisch - drei einfache Spielregeln

Gibt es bei Ihnen Stress um das tägliche Essen? Den können Sie entschärfen,
wenn Sie am Esstisch einige einfache Spielregeln einführen.
- Bringen Sie über die Woche verteilt die größtmögliche Vielfalt auf den
Tisch: Obst, Rohkost, Gemüse, Brot usw. Bei jeder Mahlzeit sollten
verschiedene Angebote dabei sein. Mittags zum Beispiel zum warmen Hauptgang
noch eine Quarkspeise mit frischem Obst, abends neben dem Brot auch Gurke
und Paprika. Abgeschafft werden dagegen: Extrawürste für die Kleinen. Dann
lernen Kinder schnell: Es ist immer etwas dabei, was ich mag und essen kann.
- Gesunde Kinder regeln ihren Nahrungsbedarf besser als Erwachsene. Sie
haben meist ein fast perfektes Hunger- und Sättigungsgefühl. Es sorgt dafür,
dass mal viel, mal wenig gegessen wird. Dieses Gefühl geht verloren, wenn
Sie Ihr Kind zu einem bestimmten Lebensmittel zwingen oder wenn es den
Teller leer essen muss.
- Sie sind das Vorbild: Wenn Eltern entspannt und genussvoll essen, tun es
die Kinder meist auch. Erwarten Sie nicht von Ihrem Kind, dass es Müsli zum
Frühstück isst, während Sie sich selbst einen Toast mit Marmelade
bestreichen.